Vokabeln lernen: Finde deine passende Methode!

Vokabeln lernen: das ist nicht selten ein leidiges Thema. Mit der passenden Methode allerdings kann Vokabeln lernen wieder Spaß machen. Warum du Vokabeln lernen solltest, dafür liefere ich ein paar Argumente: Vokabeln lernen ist natürlich in den Fremdsprachen immens wichtig. Auch in den Naturwissenschaften gibt es Fachbegriffe, die anzuwenden dir wertvolle Punkte in Klausuren oder im Unterrichtsgespräch sichern können. Vokabeln lernen lohnt sich in jedem Fall, denn es zeichnet den Lerner und Sprecher nicht nur als fleißig und intelligent, sondern auch als eloquent und clever aus. Wer mit Sprache umgehen kann, so legen nicht nur Intelligenztests nahe, der hat was auf dem Kasten. Und wer beizeiten, wenn es angemessen ist, einen Fachbegriff parat hat, der punktet eben – in der Schule, im Beruf oder auch im Leben. In diesem Artikel helfe ich dir, deine beste Methode Vokabeln zu lernen zu finden.

Vokabeln lernen solltest du methodisch angehen

Die Frage ist nur: Wie behältst du möglichst viele der von dir zu lernenden Vokabeln? War es in der Vergangenheit so, dass die verflixten Biester dir stets entwischt sind und am nächsten Tag nichts mehr übrig war von den Anstrengungen des Vortages? Dann solltest du eine andere Methode des Vokabellernens ausprobieren. Wer Vokabeln lernen will, der tut gut daran, die passende Methode aufzufinden und zu nutzen.

Im nachfolgenden Artikel stelle ich vier Methoden vor, die Vokabeln lernen vereinfachen. Einige werden dir bekannt sein, von anderen magst du schon gehört, sie aber bisher nicht eingesetzt haben. Vor allem dann, wenn du effektiv und intensiv, also nachhaltig, Vokabeln lernen willst, dann rate ich dir, die vier Methoden, Vokabeln zu lernen, auszuprobieren. Eigentlich unnötig zu erwähnen ist, dass du dir Vokabeln, die in der Schule gebraucht oder sogar angeschrieben werden, notierst und in der Nachbereitung des Unterrichtes auch lernst.

1. Vokabelheft
Der Klassiker des Vokabellernens ist das Vokabelheft. Es ist daher praktisch, weil es dünn ist und in jedem Schulrucksack Platz findet. Du solltest es immer mit in den Fremdsprachunterricht nehmen, um dir darin die im Unterricht besprochenen oder gebrauchten Vokabeln zu notieren. Es ist das Medium, in das du am besten Mitschriften tätigen kannst.

Vokabeln lernen

Vokabeln lernen mit einem Vokabelheft

Indes ist das Vokabelheft nicht besonders gut zu strukturieren. Es ist vergleichsweise unübersichtlich und absolut unflexibel, denn du kannst einmal notierte Vokabeln nicht einfach umsortieren. Vokabeln lernen mit dem Vokabelheft ist also eine recht unpraktische Methode – obgleich sie, wie ich durch meinen Nachhilfeunterricht weiß – noch sehr verbreitet ist.

2. Karteikartenmethode
Sie ist die Stiefschwester des Vokabelheftes – zu unrecht, wie ich finde. Vokabeln lernen mit der Karteikartenmethode bietet einige Vorteile, die ins Besondere in der systematischen Strukturierbarkeit des Vokabellernens liegen. Dadurch nämlich, dass pro Karteikarte eine Hauptvokabel zu finden sein sollte, kannst du flexibel auf diese Vokabel bzw. Karteikarte zugreifen.

Vokabeln lernen

Vokabeln lernen mit der Karteikartenmethode

Mit der Karteikastenmethode hast du dann die Möglichkeit, ganz gezielt deinen Lernerfolg zu kontrollieren. Darin liegt ganz klar die Stärke der Karteikastenmethode. Keine andere Methode, Vokabeln zu lernen, ist so systematisch und so gut zu strukturieren wie die Karteikastenmethode: Immer dann, wenn du eine Vokabel gelernt hast, rückt sie in einen nachgeordneten Stapel, den du dir erst nach einer Pause von Tagen bis Wochen wieder vornimmst. Solltest du die Vokabel dann immer noch erinnern, dann hast du sie gelernt. Du merkst vielleicht schon, dass die Systematik mit der Fähigkeit zur Erinnerung zusammenhängt. Mit keiner anderen Methode kannst du so gut Vokabeln lernen wie mit der Karteikastenmethode.

3. Mindmap
Mindmaps eignen sich ebenfalls hervorragend beim Vokabeln lernen, und zwar um größere Themenfelder zu strukturieren. Angenommen, du möchtest eine Vokabelsammlung zum Thema Zoo erstellen, dann kommt der Hauptbegriff – hier also „Zoo“ – in die Mitte eines Blattes (am besten DIN-A3). Von diesem Begriff ausgehend, kannst du nun so genannte Äste hinzufügen, die mit untergeordneten Begriffen besetzt werden; etwa „animals“ oder „buildings“. So entsteht nach und nach ein abgestuftes Netzwerk von Themen, die mit der Hauptvokabel zusammenhängen.

Vokabeln lernen auf kreative Weise

Vokabeln lernen mit einer Mindmap

Die Methode der Mindmap ist recht anspruchsvoll, aber eben auch die effektivste Methode, Themen systematisch zu erschließen und zu begreifen. Sie erfordert die Fähigkeit zur Abstraktion – und abstraktes Denken wiederum kann als eine mögliche Folgefähigkeit intensiven Vokabellernens aufgefasst werden. Wer also bereits Erfahrung im Vokabellernen hat, der wird mit der Mindmap-Methode am besten fahren. Im Artikel Mindmap erstellen leicht gemacht stelle ich dir diese Methode detailliert vor.

4. Computerprogramme
Es gibt unzählig viele Sprach- und Vokabellernprogramme, sowohl in Geschäften als auch im Internet. Unmöglich, sie alle auszuprobieren. Daher versuche ich mich auf eine allgemeine Beschreibung zu beschränken.

Vokabeln lernen

Vokabeln lernen mit Lernprogrammen

Vokabeln lernen mit Computerprogrammen ist eine zwiespältige Angelegenheit, sonderlich weil es erst einmal recht hoher Anschaffungskosten im Vergleich zu einem Blatt Papier bedarf. Und zweitens, weil sie besonders bei fortgeschrittenen Lernern schnell auf ihre Grenzen stoßen. Vokabeln lernen mit Computerprogrammen kann niemals die Freiheit erreichen, die ein Lerner, der meine Tipps und Tricks gelesen hat, erreichen kann. Wenn du also Vokabeln lernen willst, ohne dabei erst tausende Programme ausprobieren zu müssen, dann nutze besser die Karteikastenmethode oder eine Mindmap.

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Fazit: Kombination aus Karteikastenmethode und Mindmap nutzen

Vokabeln lernen ist nach wie vor sehr wichtig in der Schule: in den Fremdsprachen als auch in anderen Fächern. Wie du aus der Tabelle entnehmen kannst, gibt es zwei klare Favoriten, um Vokabeln zu lernen.
Auf Platz eins steht die Mindmap, die besonders für fortgeschrittenes und themenbasiertes Vokabellernen unschlagbare Vorteile bietet. Auf dem zweiten Platz liegt die Karteikastenmethode. Sie hat einen schlechteren Ruf als verdient, denn sie bietet wirklich tolle Vorteile, wie du aus der Tabelle entnehmen kannst. Wer beide Methoden nutzt, der wird mit der Zeit zu einem hervorragenden Sprecher einer Sprache avancieren.

Jan-Benedikt Kersting

Jan-Benedikt Kersting

Freiberuflicher Bildungscoach bei Creactivity-Solutions
Freiberufliche Tätigkeiten erfordern ein Höchstmaß an Flexibilität und Kreativität. Kombiniert mit fachlicher Kompetenz und Organisationsfähigkeit kann ich auch ihr Projekt ins Internet bringen. Oder sind Sie an Sprachkursen in Englisch und Deutsch interessiert? Dann kontaktieren Sie mich bitte über die Emailadresse: kontakt@bildungsadler.de
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