Mehr Erfolg in der Schule: so gehts!

Neues Schuljahr, neue Chancen! Das Schuljahr 2014/15 hat begonnen – und der Erfolg in der Schule ist auch dieses Jahr an dich und deine Entscheidungen gekoppelt. Je eher du dir das bewusst machst, desto eher wird der Erfolg in der Schule sich auch bei dir einstellen. Es lohnt sich, dir genau bewusst zu machen, dass du deines Glückes Schmied oder der Meister deines Erfolges bist. Dann ist Erfolg in der Schule auch kein fremdes Hexenwerk, sondern eine Frage guter strategischer Planung und Umsetzung des Geplanten.
Ein paar hilfreiche Tipps auf dem Weg dahin verrate ich im nachfolgenden Artikel.

Zu mehr Erfolg in der Schule gehts hier entlang

Zu mehr Erfolg in der Schule gehts hier entlang!

Folge dem Entscheidungsbaum
Wer seine Noten verbessern möchte, dem sei mein nun erklärter und weiter unten in grafischer Form eingefügter Entscheidungsbaum für mehr Erfolg in der Schule ans Herz gelegt. Schritt für Schritt kannst du so checken, ob du wichtige Punkte beachtest, die für den Erfolg in der Schule relevant und hilfreich sind.

1. Am Anfang war der Wunsch
Ganz allgemein gesagt, steht dein Erfolg in der Schule mit deinen grundlegenden Einstellungen zum Thema Schule und Lernen in Zusammenhang. Von ganz besonders wichtiger Bedeutung ist dabei, ob du überhaupt erfolgreich in einem Fach werden willst. Das klingt vielleicht banal, aber in einer leicht variierten Form eines Sprichwortes kommt dasjenige zum Ausdruck, was auch der Methode des Entscheidungsbaumes zugrunde liegt:

„Wo ein Wunsch ist, da ist auch ein Weg.“

Ohne Wünsche ist das Leben trist. Sobald hingegen ein Wunsch aufkommt, ist darin der erste Schritt in Richtung Veränderung angelegt. Ein Wunsch beinhaltet ja gerade das Bedürfnis nach Veränderung von etwas. Wenn du beispielsweise in einem bestimmten Fach auf eine 3 kommen möchtest, dann wünscht du dir eine Veränderung im Vergleich zur vorherigen Note. Indem du eine solche Veränderung wirklich herbeiwünschst, justierst du deinen inneren Kompass darauf, den Weg, der dazu zu gehen ist, auch wirklich zu beschreiten.

2. Auf dem Weg zum Ziel
Es gibt ein weiteres Sprichwort, das versinnbildlicht, worauf es nun ankommt:

„Der Weg ist das Ziel.“

Das Vorstellungsbild eines Weges versinnbildlicht recht treffend, dass Erfolg in der Schule nicht von hier auf gleich herbeigezaubert werden kann, sondern deiner Aktivität, den Weg zu gehen, bedarf. Ein Weg indes kann ziemlich lang erscheinen, sonderlich wenn jemand am Anfang des Weges steht.

Beppo, der Straßenkehrer
Doch du brauchst keine Angst haben, dass der Weg zu lang oder unmenschlich beschwerlich zu begehen wäre. Der Schriftsteller Michael Ende hat in einem Roman mit dem Titel „Momo“ die Figur des Straßenkehrers Beppo ersonnen. Beppo ist ein älterer Mann, der schon viele Jahre lang Straßen kehrt und sie begeht. Er sagt, dass ihn zu Beginn einer zu säubernden Straße stets das Gefühl beschleiche, er werde die gesamte Straße niemals kehren können. Indem er sich dann darauf besinnt, sich kleine Abschnitte vorzunehmen – also Zwischenziele zu setzen -, kommt er Schritt für Schritt voran und hat dabei immer wieder kleine Erfolgserlebnisse. Am Ende, so schmunzelt Beppo, habe er während des Arbeitens gar nicht gemerkt, wie weit er schon gekommen sei und dass er sein Tages-Ziel, eine Straße zu kehren, schließlich erreicht hat.

Stepstones auf den Weg zu mehr Erfolg in der Schule setzen
Diese kleine Episode schildert etwas, das in der heutigen Psychologie gelegentlich mit dem Begriff „Stepstones“ umschrieben wird. Dadurch, dass sich jemand Zwischenziele auf seinem Weg zum großen Ziel setzt, wird dessen Erreichen sehr viel wahrscheinlicher als ohne die Hilfe solcher Stepstones. Das liegt unter Anderem an der Motivation: Kleine Erfolge motivieren, das große Ziel im Blick zu behalten und weiterhin daran zu arbeiten, es zu erreichen.

Ziele setzen mit Stepstones

Stepstones

Zugleich eignen sich Stepstones hervorragend zur Kontrolle des Lernerfolges: Indem ein Stepstone bzw. ein Zwischenziel erreicht worden ist, kann darauf zurückgeschlossen werden, dass die zuvor ergriffenen Maßnahmen und Werkzeuge zu diesem Zweck hinreichend geeignet gewesen sind. Immer dann, wenn du wichtige Zwischenziele wie eine erfolgreiche Klausur geschrieben zu haben erreicht hast, kannst du stolz von dir sagen, einen Stepstone namens Milestone erreicht zu haben. Pro Halbjahr und Hauptfach gibt es etwa zwei bis drei solcher Milestones in Form von Klausuren, einem Referat oder einer Facharbeit. Zusammenhängend führen also mehrere Stepstones zu einem Milestone, und mehrere Milestones mittelfristig zu Zielen wie dem Halbjahres- oder Abschlusszeugnis.

Jetzt dürfte klarer geworden sein, warum das Sprichwort, es sei der Weg das Ziel, eine tiefere Bedeutung zutage fördert. Umschrieben werden kann sie damit, dass auf dem Weg zum großen Ziel kleine Zwischenziele angegangen und erreicht werden. Deren Summe führt dann, ähnlich wie beim Lösungsweg einer Mathematikaufgabe, zu mindestens einem Ergebnis. Je nachdem, für welche konkreten Schritte du dich entschieden hast, wirst du näher am oder weiter entfernt vom zuvor vorgestellten Ergebnis ankommen. Der Unterschied zu vielen Matheaufgaben aber ist, dass es selten nur ein einziges richtiges Ergebnis gibt; vielmehr solltest du bereits das Begehen eines Weges als Folge eines Wunsches und von Zielsetzungen auffassen.

3. Konzentration als Schlüssel
Um beim Vorstellungsbild des Weges zu bleiben: Es gibt auf dem Weg zu mehr Erfolg in der Schule ein paar Geheimtüren. Diese Türen sind nicht vielen Menschen bewusst, denn sie müssen erspürt werden. Wer sie aber öffnen und durchschreiten lernt, der findet Abkürzungen und kann Einiges an Zeit auf dem Weg zu mehr Erfolg in der Schule sparen.

Der Trick, sie dennoch zu entdecken, lautet wie ein Zauberspruch, nämlich: Konzentriere dich!
Der österreichische Schriftsteller Ernst Ferstl hat einen ziemlich konzentrierten Aphorismus dazu verfasst:

„Wer sich leicht ablenken läßt, muß viele Umwege in Kauf nehmen.“ (vgl. Ferstl: „Lebensspuren“).

Im Umkehrschluss bedeutet das, du kannst auf dem Weg zu mehr Erfolg in der Schule viel Zeit einsparen, sobald du dich konzentrierst und konzentriert am Unterricht teilnimmst.

4. Im Unterricht mitarbeiten
Sobald du konzentriert das Unterrichtsgespräch verfolgst, merkst du vielleicht, dass dir mehr als früher auffällt und klar wird. Konzentration und Aufmerksamkeit ermöglichen das Mitdenken oder Mitfühlen dessen, was im Unterricht wie besprochen wird.
Daraus entwickelt sich zumeist eine eigene Meinung zum Thema. Diese angemessen kundzutun, indem du dich meldest und einen konstruktiven Beitrag zum Gespräch lieferst, ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu mehr Erfolg in der Schule. In meinen 7 Tipps, die deine mündliche Note verbessern, erfährst du weitere Tipps und Tricks, um erfolgreicher zu werden.
Als Faustregel gilt: Mindestens einmal pro Stunde sich melden und etwas sagen oder erfragen!

5. Erfolg in der Schule durch Zeitmanagement
Sofern du die vorherigen Schritte gegangen bist, hast du schon einen beachtlichen Teil des Weges zu deinem Erfolg in der Schule bzw. in einem Fach zurückgelegt. Was jetzt kommt, ist besonders interessant für wortwörtlich fortgeschrittene Lerner:
Um wirklich souverän den eigenen Lernerfolg zu managen, nutzen Profis das so genannte Zeitmanagement. Im Grunde kannst du dir das als erweiterten Stundenplan vorstellen, der auch die Phasen vor und nach der Unterrichtszeit strukturiert. Es gilt, Leerlaufzeit zu vermeiden und die vorhandene Zeit optimal zu gestalten.

Lernblöcke setzen
Das bedeutet zum Beispiel, ganz bewusst Lernblöcke zu setzen. Du lernst, so hast du vorhin ja erfahren, desto effektiver, je konzentrierter du dich mit dem Stoff befasst. Eine besonders verdichtete und zugleich kreative Lernmethode ist das Verfassen von Gedichten, das ich im Artikel Gedichte schreiben und als Lernhilfe nutzen vorstelle.
Aus dem Gesagten folgt, dass es sinnvoller ist, mehrere kürzere Lernblöcke zu setzen als wenige lange. Je nachdem, wie lang deine Konzentrationsspanne und wie dein Biorhythmus getaktet ist, bieten sich Lernblöcke von ca. 30 bis 90 Minuten an.
Wer geschicktes Zeitmanagement betreibt, der nutzt auch Wartezeiten, wie sie beim Arztbesuch oder Busfahren aufkommen, um etwa Vokabeln mit der Karteikartenmethode zu lernen.

Lernblock

Lernblock

Pausen nutzen
Zwischen mehreren etwas längeren Lernblöcken haben sich kurze und effektiv genutzte Pausen bewährt, in denen du neue Energie schöpfen kannst. Schnappe etwas frische Luft, trinke ein Glas Mineralwasser oder iss eine Banane. Bewegung tut deinem Körper und Gehirn ebenfalls gut.

Das zu beachten ist umso wichtiger, je gezielter du eine komplexe Stoffmenge bearbeiten musst. Besonders vor Klausuren solltest du darauf achten, möglichst früh mit dem Lernen zu beginnen und etwa mehrere kurze Lernblöcke durch effektiv genutzte Pausen zu unterbrechen.

Wo wir schon einmal beim konkreten Zeitmanagement sind: Aus eigener Erfahrung – und auch zu Beginn mancher Nachhilfeengagements – habe ich das Phänomen des aufgeschobenen und dann bullimischen Lernens des Öfteren erfahren – plötzlich steht am nächsten Tag die Klausur an! Panisch wird versucht, wie mit einem Trichter den gesamten Stoff auf einmal in den Kopf hinein zu würgen, nur um den Großteil davon schlechterdings bereits tags darauf, spätestens aber nach der Klausur, wieder vergessen zu haben, ohne dass die Chance auf Verinnerlichung und langfristige Integration ins Langzeitgedächtnis bestünden hätte.

Das ist alles andere als effektiv, meinst du nicht? Solches Lernen kann, pointiert, Bullimie-Lernen genannt werden: meiner Meinung nach hat es nämlich ähnlich negative Auswirkungen wie jene Essstörung, weil vergleichsweise riesige Portionen Geistesnahrung in kürzester Zeit hineingefressen und alsbald auf die Klausurblätter quasi erbrochen werden.

Bedenke bitte, dass ich nicht grundlos ein solch drastisches Bild gewählt habe. Daher empfehle ich dir wärmstens, deinen Lernstoff sorgfältig ausgewählt und bewusst zu portionieren, dazwischen, wie bei einer gesunden Ernährung, Pausen einzulegen – und am wichtigsten: deine nährstoffreiche Lern-Mahlzeiten intensiv zu genießen.

Freizeitplanung mit beachten
Sobald du deinen Zeitplan erstellst, wirst du auch deine Freizeitaktivitäten mit eintragen. Dann kann es nützlich sein, Lernphasen von sehr eindrucksreichen Aktivitäten, die Reizüberflutung erwarten lassen, zu trennen. Wenn du beispielsweise am Abend im Kino einen Actionfilm gucken wirst, dann verschiebe das Lernen von Vokabeln besser auf den frühen Nachmittag oder auf den Vortag (das ist besser als das Aufschieben auf einen Folgetag). Mit der Zeit wirst du ein Gespür dafür entwickeln, wann du am besten lernst.

Als Kontrolle dient dir immer der Erfolg: Wenn du auch eine Woche später noch die zuvor gelernten Vokabeln erinnern und in deinen Texten anwenden kannst, dann hast du Erfolg in der Schule erlangt.

Mit dem Entscheidungsbaum zu mehr Erfolg in der Schule
Wie zu Beginn des Artikels angesprochen, habe ich den Entscheidungsbaum, der dich zu mehr Erfolg in der Schule führen kann, kompakt in grafischer Form aufbereitet.

Entscheidungsbaum

Für mehr Erfolg in der Schule

Der Entscheidungsbaum „Erfolg in der Schule“ ist ganz einfach zu gebrauchen: Es werden dir geschlossene Fragen gestellt, auf die du entweder mit Ja oder mit Nein antworten kannst. Immer dann, wenn du Nein antwortest, bekommst du einen Tipp, den du von nun an beherzigen und umsetzen solltest, wenn du mehr Erfolg in der Schule erreichen willst. Bevor du zur nächsten Frage fortschreitest, ist es ratsam aktiv dafür zu sorgen, dass du beim nächsten Mal die Frage bejahen kannst. Bei einem Ja als Antwort geht es zur nächsten Frage. Nach insgesamt fünf Entscheidungsfragen, die du mit Ja beantwortet hast, hast du die wichtigsten Grundlagen für deinen langfristigen Erfolg in der Schule gelegt.

Ein Blick auf die grafische Übersicht kann dir auch zu späteren Zeitpunkten in Erinnerung rufen, welche Stepstones sinnvollerweise auf deinem persönlichen Lernweg aufzufinden sein sollten.

Ich hoffe, du beherzigst das, was du in diesem Artikel erfahren hast, um alsbald deinen Weg zu mehr Erfolg in der Schule zu begehen.

Textverweise im Artikel:
[info]
Ende, M. (1973): Momo. Thienemann.
Ferstl, E. (2002): Lebensspuren: Aphorismen. Geest.
[/info]

Jan-Benedikt Kersting

Jan-Benedikt Kersting

Freiberuflicher Bildungscoach bei Creactivity-Solutions
Freiberufliche Tätigkeiten erfordern ein Höchstmaß an Flexibilität und Kreativität. Kombiniert mit fachlicher Kompetenz und Organisationsfähigkeit kann ich auch ihr Projekt ins Internet bringen. Oder sind Sie an Sprachkursen in Englisch und Deutsch interessiert? Dann kontaktieren Sie mich bitte über die Emailadresse: kontakt@bildungsadler.de
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