Lernerfolgskontrolle: so gehts!

Einige Leser haben mir gesagt, sie wünschen sich beim Bildungsadler mehr Tiefe. Gemeint ist damit, sowohl Themen wie das Lernen allgemein wissenschaftlich vorzustellen als auch, auf dieser Grundlage eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Das erscheint mir plausibel und eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung des Bildungsadlers, der ja quasi selbst ein Heranwachsender ist und sich somit in der sensiblen Entwicklungsphase seines Gehirns befindet.
Ihren Wunsch also nehme ich zum Anlass, um ein Thema zu behandeln, das aus entwicklungspsychologischer genauso wie aus neurobiologischer und kognitionswissenschaftlicher Perspektive die Entwicklung und Anwendung so genannter Lernerfolgskontrollen untersucht.

Lernerfolgskontrolle
Als Lernerfolgskontrolle bezeichne ich solche Instrumente, die einem Lernenden helfen, den Erfolg des eigenen Lernens zu beurteilen. Auf Basis der Ergebnisse kann ein Lernender dann entscheiden, wie er das weitere Lernen plant.

Wir werden im Verlauf des Artikels erkennen, wie eng verknüpft das methodische Vorgehen bei der Lernerfolgskontrolle mit den so genannten exekutiven Funktionen des Gehirns zusammenhängt. Zu diesem in der Forschung diskutierten Themenkomplex werde ich im Schlussteil dieses Artikels eine eigene Hypothese entwickeln, um so dem Wunsch nachkommen, ein Thema zu vertiefen und daraus Konsequenzen für den Unterricht abzuleiten.

Gliederung des Artikels:

  1. Was ist eine Lernerfolgskontrolle?
  2. Lernmodell mit Lernerfolgskontrolle
  3. Arten der Lernerfolgskontrolle
  4. Fähigkeiten und Merkmale des Lernenden
  5. Kybernetische Verallgemeinerung und Unterrichtsentwurf
  6. Vernetzung mit der Grundbedeutung des Wortes Pädagogik
  7. Neurobiologische Grundlagen der Lernerfolgskontrolle
  8. Ableitung einer pädagogischen Schlussfolgerung
  9. Intelligenzquotient und Lernerfolgskontrolle
  10. Hypothese zur Korrelation
  11. Kritische Beurteilung der Hypothese

I. Was ist eine Lernerfolgskontrolle?
Nachdem ich in den letzten Artikeln über die neurobiologischen Grundlagen des Lernens und das ein sehr wichtiges Lernziel, nämlich das Lernen zu lernen, geschrieben habe, gibt es nun ein paar Tipps, mit denen du konkret dein Lernen kontrollieren kannst. Das Stichwort dazu lautet: Lernerfolgskontrolle.
Lernerfolgskontrolle
Auf dem Weg zum selbstständigen Lernen kommt der eigenen Überprüfung deines Lernerfolgs zunehmend Bedeutsamkeit zu. In der Schule hast du bereits die bekannteste Form der Lernerfolgskontrolle kennen gelernt: die schriftliche oder mündliche Prüfung. Sie dienen den Lehrern dazu, deinen Kenntnisstand zu überprüfen und Entwicklungen auszumachen.

Ich persönlich bin überzeugt, dass Lernen für Prüfungen zwar nicht selten extrinsisch motiviert und also auf eine gute Note abzielt, aber etwas Druck von Außen auch dabei hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden und überhaupt erst mit dem Lernen anzufangen.
Für mindestens genauso wichtig jedoch halte ich, eine intrinsisch motivierte Freude am Lernen zu entwickeln, indem Lernphasen mit positiven Erfahrungen assoziiert werden. Das nämlich bildet dann die Grundlage für lebenslanges Lernen.
Lernerfolgskontrolle
Eine Möglichkeit, Lernmotivation aufzubauen, ist der bewusste Gebrauch von Methoden zur Lernerfolgskontrolle. Indem du dir gewahr wirst, dass du etwas gelernt hast und es anwenden kannst, machst du dir deine persönlichen Fähigkeiten bewusst. Durch Lernerfolge wirst du also selbstbewusster werden, und das wiederum ist eine sehr ergiebige Quelle der Motivation.

II. Lernmodell mit Lernerfolgskontrolle
Bevor ich näher auf die Arten von Lernkontrollen und bestimmte Merkmale eingehe, habe ich ein Modell entwickelt, welches strukturell aufzeigt, an welcher Stelle des Lernprozesses die Lernkontrolle auftritt.

Lernerfolgskontrolle

Erklärung des Modells: Am Anfang steht die Auswahl des Lernstoffes. Der Umfang hängt sowohl von der Auswahl deines Lehrers als auch von deiner persönlichen Auswahl, die kleiner oder größer als die deines Lehrers sein kann, ab.

Der zweite Schritt besteht darin, das Ausgewählte zu erlernen. In den Artikeln Lernen lernen und Neurobiologie des Gedächtnisses habe ich erklärt, wie Lernen im Gehirn funktioniert und welche Erkenntnisse aus der Forschung auch du dir für dein Lernen zunutze machen kannst. Daher gehe ich an dieser Stelle nicht näher auf diesen Punkt ein.

Schritt drei hängt unmittelbar mit dem Lernen zusammen, ist aber bewusst als eigener Punkt herausgestellt. Das liegt daran, dass an dieser Stelle bereits mentale Repräsentationen vorhanden sind, die es durch Wiederholungen zu festigen gilt. Sehr deutlich wird diese Unterscheidung, wie ich finde, beim Vokabellernen mit der Karteikastenmethode. Während im vordersten Fach das neu zu Erlernende vorhanden ist, sind die nachfolgenden Fächer dazu da, um durch Wiederholungen den Lernstoff zu vertiefen.

Der vierte Schritt nun betrifft die Lernerfolgskontrolle. Je nachdem, welche Art der Lernerfolgskontrolle gewählt wird, wird damit eher der zeitlich unmittelbare Lernerfolg oder der Erfolg des längerfristigen Lernens kontrolliert. Auch das kannst du dir am Beispiel der Karteikastenmethode verdeutlichen.
Lernerfolgskontrolle
Das jeweilige Ergebnis der ausgewählten Lernerfolgskontrolle gilt es auszuwerten. Dazu wird von dir die Fähigkeit zur kritischen Selbstbewertung benötigt. Nur dann, wenn du ehrlich zu dir selbst bist und du die Ergebnisse realistisch einschätzt, kannst du von ihnen profitieren.

Das geht wie folgt: Sofern du erkannt hast, dass du Lernstoff – sei es eine Vokabel oder ein ganzes Thema – noch nicht bewusst und korrekt abrufen und auf andere Situationen transferieren kannst, solltest du dem Modell nach solchen Lernstoff erneut durchnehmen, vielleicht mit anderen Lernmethoden.

Sobald du einen Lernstoff bewusst anwenden kannst, hast du ihn erlernt. An dieser Stelle zeigt das Modell eine Rückkopplung zur Auswahl des Lernstoffes an, wobei diese Auswahl dann eine neue ist. Wenn du das Konzept des vernetzten Lernens anwendest, dann versuchst du, zwischen dem bereits Erlernten und dem neu zu Erlernenden bedeutungsvolle Verbindungen herzustellen. Das wird deinen Lernerfolg vergrößern und das Lernen tiefer im Gedächtnis verankern.

III. Arten der Lernerfolgskontrolle
Es gibt diverse Instrumente, mit denen du deinen Lernerfolg kontrollieren kannst.
Nachfolgend stelle ich dir meine Liste der Instrumente zur Lernerfolgskontrolle vor:

  1. Texterstellung: Versuche das, was du gerade lernst, in deine Texte einzubauen. Das kann in Form zu lernender Vokabeln oder Grammatikthemen ebenso geschehen wie durch Zusammenfassungen von Themen oder einer LINK kreativen Verarbeitung.
  2. Karteikastenmethode: Es ist wichtig, dass du eine zu dir persönlich passende Methode des Vokabellernens findest. Die Karteikastenmethode hat einen wirklich großen Vorteil, wenn es um Lernerfolgskontrolle geht. Durch die Systematik dieser Methode ist gewährleistet, dass du in regelmäßigen Abständen den Erfolg deines Lernens kontrollieren kannst. Je weiter eine Karteikarte nach hinten wandert, desto erfolgreicher hast du sie gelernt.
    Lernerfolgskontrolle
    Es ist, glaube ich, wirklich die effektivste und direkteste Form, dir sofort bewusst zu machen, wie es um dein Lernen bestellt ist. Wichtig finde ich darauf hinzuweisen, dich von Misserfolgen nicht entmutigen zu lassen. Gerade am Anfang wandern doch recht viele Karten wieder nach vorne – die Karteikartenmethode offenbart schonungslos den Stand der Dinge.
    Mit der Zeit und etwas Übung wirst du dich aber verbessern und nachhaltiger lernen. Dadurch stellen sich dann mittelfristig solche Erfolgserlebnisse ein, die auf einem grundlegend nachhaltigen Lernen basieren. Und das sind, wenn du mich fragst, die am höchsten zu bewertenden Erfolgserlebnisse beim Lernen, denn sie sind tatsächliche Erfolge.
  3. Klassenarbeiten: Der Sinn von Klassenarbeiten besteht darin, den Kenntnisstand einer Lerngruppe zu erfassen; die Ergebnisse sind immer im Vergleich zu anderen Lernen zu betrachten. Allerdings spiegeln sie auch deinen individuellen Stand wider, so dass du auch diese Lernerfolgskontrolle nutzen solltest. Indem du die Ergebnisse einer Prüfung auswertest, bekommst du Hinweise aus der Perspektive einer anderen Person (Fremdwahrnehmung), auf welchem Stand sich deine Kenntnisse und Fähigkeiten befinden. Aus den Kommentaren kannst du oft etwas für dein weiteres Lernen mitnehmen. Lies sie dir also aufmerksam durch und habe ruhig den Mut, sie mit deinem Lehrer zu besprechen. Ein solches Gespräch etwa nach der Rückgabestunde ist auch deshalb zu empfehlen, weil es deine Bereitschaft signalisiert, aus deinen „Fehlern“ zu lernen.
  4. Transferleistungen: Merkmal einer Transferleistung ist, dass jemand erlernte Kenntnisse oder Methodenwissen auf Bereiche, die zuvor noch nicht behandelt wurden, überträgt. Durch diesen aktiven Prozess kann Lernerfolg nachgewiesen werden, weshalb Transferleitungen besonders in der Oberstufe erwartet werden.
    Lernerfolgskontrolle
    Und das macht Sinn, denn im Prinzip bedeutet die Fähigkeit, eine Transferleistung zu erbringen, die Möglichkeit zum selbstständigen und vernetzten Lernen. Sobald du für dich bemerkst, dass du Lernstoff transferieren kannst, hast du etwas Großartiges herausgefunden: nämlich dass du lebenslang Lernen kannst.
  5. Bewusstes Erinnern und logische Gliederung: Der Königsweg des Lernens ist es, den Lernstoff in das so genannte deklarativ-semantische Gedächtnis zu überführen. Was es mit diesem Gedächtnissystem auf sich hat, kannst du im Artikel Neurobiologie des Gedächtnisses erfahren. Kennzeichen dieses Gedächtnisses ist, dass ein bewusster Zugriff auf die Informationen möglich ist.
    Während du dir Lernstoff aneignest, solltest du immer mal wieder überprüfen, ob du dich bewusst an die wichtigsten Inhalte erinnern kannst. Sobald du in der Lage bist, mit eigenen Worten eine Art Inhaltsangabe des Themas zu geben, bist du auf dem besten Weg dahin, auf den Lernstoff bewusst zuzugreifen – das willst du ja schließlich erreichen, etwa beim Schreiben einer Klausur. Bei komplexen Themenfeldern gibt es mehrere Unterthemen, die etwa im Unterricht behandelt worden sind. Diese Unterthemen haben einen wie auch immer gearteten Bezug untereinander und zum Oberthema. Herauszufinden, wie die logische Struktur aufgebaut ist, bedeutet ihren Zusammenhang zu erkennen. Das wiederum führt zu Prozessen des Kategorisierens und dazu, begriffliches Wissen aufzubauen.
  6. Lernen durch Lehren: Der Hintergrund dieser Methode ist, dass es erfolgreicher Lernprozesse bedarf, um ein Thema etwa durch ein Referat im Unterricht der Klasse vorzustellen. Wenn du ein Referat möglichst frei halten kannst, zeigst du dadurch, dass du etwas Erlerntes an andere Lernende weitergeben kannst. Die Bedingung der Möglichkeit, Lernstoff weitergeben zu können, ist, dass der Lernstoff verstanden worden und pädagogisch aufbereitet worden ist. Beides bedeutet, im Klartext, dass du bewusst gelernt hast. Sofern du auch etwas über die Präsentationskompetenz lernen möchtest, empfehle ich dir den Artikel Körpersprache durchzulesen, worin du das Wichtigste über die Wirkung körpersprachlicher Signale auf die Zuhörerschaft erfährst.

Die Wahl, welche Lernerfolgskontrolle wann infrage kommt, hängt davon ab, an welcher Stelle des Lernprozesses du dich momentan befindest. Im Grunde gilt, dass jede Lernerfolgskontrolle zu einer bestimmten Zeit nützliche Informationen zu deinem Lernstand liefern kann. Indem du die so gewonnenen Informationen wiederum anhand des oben vorgestellten Modells beurteilst, kannst du zum Manager deines Lernerfolges werden.
Lernerfolgskontrolle
Es ist recht anspruchsvoll, derart kontrolliert zu lernen, aber auch kontrolliertes Lernen kann durch Übung gelernt werden. Es stellt dabei eine Art Metawissen dar, welches dich in die Lage versetzt, auf einer dem konkreten Lernen übergeordneten Ebene bewusst und gezielt auf den Lernerfolg einzuwirken. Daher kann zusammengefasst werden, dass das Erlernen und Anwenden einer Lernerfolgskontrolle eine allgemeine Schlüsselkompetenz ist, welche dir weit über die Schulzeit hinaus wertvolle Dienste leisten kann.

IV. Fähigkeiten und Merkmale des Lernenden
Ich habe eben schon gesagt, dass die Fähigkeit, eine Lernerfolgskontrolle für das eigene Lernen nutzbar zu machen, recht anspruchsvoll ist. Womit diese Aussage zusammenhängt, erkläre ich in diesem Abschnitt.

Es gibt einige notwendige und hinreichende Voraussetzungen, die darüber entscheiden, ob jemand die Methoden der Lernerfolgskontrolle für das selbstständige Lernen sich erschließen kann. Es gilt, sie sich bewusst zu machen, auf dass du mit dieser Methode arbeiten kannst:

  1. Fähigkeit zur Selbstkritik
  2. Fähigkeit zur Ehrlichkeit
  3. Lernmotivation
  4. Methodenkenntnisse
  5. Fähigkeit zur Wissensmodulation
  6. Selbstständiges Lernen

1. Fähigkeit zur Selbstkritik
Erfahrungsgemäß fällt es nicht immer leicht, selbstkritisch das eigene Lernen zu beurteilen. Das hängt damit zusammen, dass es eine psychologisch relevante Tendenz gibt, die Ursachen für Misserfolge bei anderen Menschen zu suchen. Sie kommt in Aussagen wie „Der Lehrer mag mich nicht“ oder „Die Klausur war viel zu schwer“ zum Ausdruck. Zwar kann es tatsächlich der Fall sein, dass auch äußere Ursachen wirksam gewesen sind. Aber die beste Art, die Ursachen für Misserfolge (und natürlich auch Erfolge!) ausfindig zu machen, ist zuerst einmal „vor der eigenen Haustüre zu kehren“, sprich: bei sich selbst anzufangen. In dem Moment, da du nach den Ursachen bei dir selbst suchst, eröffnet sich dir die Möglichkeit, etwas an der Art und Weise deines Lernens zu verändern. Wenn du dir zum Beispiel eingestehst, dass der „Mut zur Lücke“ etwas mit der nicht befriedigenden Leistung in deiner letzten Klausur zu tun haben könnte, dann wäre dies ein Beispiel für Selbstkritik. Sobald du dir auf Grundlage solcher Selbstkritik dann vornimmst, dich für die nächste Prüfung gründlicher vorzubereiten, dann hast du selbst entschieden, eine Veränderung herbeizuführen. Und die Erfahrung zeigt, dass der Wunsch oder Wille zur Veränderung dann besonders kraftvoll wirksam ist, wenn er aus einem selbst heraus entstanden ist.
Lernerfolgskontrolle
2. Fähigkeit zur Ehrlichkeit
Sobald die Fähigkeit zur Selbstkritik vorhanden ist, wirst du auf eine Anzahl möglicher Ursachen für einen Misserfolg (oder Erfolg!) stoßen. Nun kommt es darauf an, sie ehrlich zu evaluieren. Das bedeutet konkret: Sei ehrlich zu dir selbst! Lag die Ursache für die schlechte Note auf dem letzten Zeugnis darin, dass du vielleicht wenig motiviert gelernt hast? Wenn du das bejahst, dann gilt es zu fragen, wie motiviertes Lernen gelernt werden kann. Lies doch einfach mal meinen Artikel Neurobiologie des Lernens, damit du ab sofort motivierter ans Lernen herangehst. Oder war die Ursache vielleicht auch, dass du einfach zu wenige Lernphasen in deinem Tagesablauf eingeplant hast? Sollte das der Fall gewesen sein, dann hilft dir bei der Neuorganisation deines Lernens das Zeitmanagement. Metaphorisch zusammengefasst bedeutet das: Ehrlichkeit ist die Mutter der Veränderung.

3. Lernmotivation
Ihr kann gar nicht genug Bedeutung zugesprochen werden, denn: Wer motiviert lernt, lernt einfacher und nachhaltiger, weil bedeutungsvoll gelernt wird. In der Psychologie oder Philosophie wird zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation unterschieden. Als extrinsisch wird Motivation genau dann bezeichnet, wenn äußerliche Beweggründe vorliegen. Das kann etwa das Lernen für gute Noten oder das Arbeiten für Geld sein. Anders verhält es sich bei intrinsischer Motivation, denn dann spielen innere Beweggründe die Hauptrolle. Wer beispielsweise deshalb lernt, weil Lernen ein Wert an sich ist und mit guten Gefühlen einhergeht, tut dies aus sich selbst heraus. Programmatisch zum Ausdruck kam eine solche Haltung kulturgeschichtlich im Ausruf „L’art pour l’art!“ (Kunst um ihrer selbst willen), wodurch versucht wurde, Kunstwerke nicht für etwas anderes wie den Kunstmarkt zu erschaffen, sondern weil sie als intrinsisch wertvoll erachtet wurde.
Lernerfolgskontrolle
Was immer man davon halten mag, so möchte ich betonen, dass intrinsisch motiviertes Lernen die nachhaltigste Art des Lernens ist. Zwar spielen bei der Frage nach den Motiven zumeist beide Ebenen zusammen, aber mir ist wichtig zu sagen, dass auch du deine motivationale Grundlage um intrinsische Motive erweitern solltest. Dadurch legst du die Grundsteine für die Lust am lebenslangen Lernen – eine Fähigkeit, deren Wichtigkeit sogar durch die Europäische Union dezidiert betont wird.

4. Methodenkenntnisse
Die Fähigkeiten zur Selbstkritik, Ehrlichkeit und Motivation sind notwendige Bedingungen für das erfolgreiche Anwenden der Methoden zur Lernerfolgskontrolle. Wer sich auf dieser Grundlage geeigneter Methoden, wie ich sie oben beschrieben habe, bedient, kann hinreichend den eigenen Lernerfolg kontrollieren. Meiner Meinung nach sollte in unser heutigen globalisierten Lernwelt eine Vielfalt an Methoden durch den Schulunterricht vermittelt werden, und zwar je nach Situation in angemessener Weise. Dann nämlich kann die Erkenntnis, dass unterschiedlich geartete Problemstellungen oft nicht durch eine einzige Methode, sondern durch die Kombination von Methoden oder sogar völlig unkonventionellen Herangehensweisen gelöst werden können. Das Gleiche gilt auch für die Problemstellung, welche in der Frage, wie am besten gelernt werden solle, zum Ausdruck kommt. Dabei gilt, wie ich meine, der Grundsatz: Jeder Mensch lernt individuell. Das bedeutet, dass jedes Individuum persönliche Voraussetzungen für das Lernen mitbringt, die es je zu fördern und zu fordern gilt. Damit ist auch impliziert, einen lernerzentrierten Unterricht anzubieten und als Lehrender die Rolle eines Lernbegleiters einzunehmen. Das zu wissen kann zumindest dahin führen, Lernerfolge nicht mehr innerhalb eines absoluten Initialsystems wie der Klassengemeinschaft zu evaluieren, sondern auf relative Veränderungen eines einzelnen Lernindividuums verstärkt einzugehen. Für die Lernenden bedeutet das wiederum auch, Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen; Lernerfolge sind dann nicht mehr primär von den Eigenschaften der Lehrenden oder der Klausuraufgaben, sondern von den eigenen Einstellungen zum Lernen beeinflusst. In der Wahl eines zu dir und deiner Persönlichkeit passenden Clusters aus Methoden zur Lernerfolgskontrolle käme das zuvor Gesagte zum Tragen.
Lernerfolgskontrolle
5. Fähigkeit zur Wissensmodulation Lernen hat Prozesscharakter. Das bedeutet, dass es in der Dimension der Zeit verläuft, und also nicht von jetzt auf gleich geschehen kann. Indem du dafür sorgst, eigenständig Lernphasen in deinen Tagesablauf einzubauen, legst du die Grundlage für kontinuierliches Lernen in der zeitlichen Dimension. Dadurch, dass du dich immer wieder mit Lernstoffen befasst, setzt du dich aktiv mit ihnen auseinander. Dieser Vorgang reichert deinen Verstehenshorizont an und vergrößert oder vertieft dein Wissen zu einem bestimmten Thema. In der Folge reicherst du so das, was in der Methode der Hermeneutik als Vorwissen bezeichnet wird, an, wodurch du neue Themenfelder besser verstehen und dir den Lernstoff bedeutungsvoller aneignen kannst. Mit der Zeit wirst du dahin gelangen zu erkennen, dass Lernen sogar in den naturwissenschaftlichen Fächern etwas mit einer Art Spiralbewegung zu tun hat, die vom Konkreten zum Allgemeinen und vom Allgemeinen zum Konkreten führt. Eine schöne Bemerkung zum Prozess des Lernens hat der Vorsokratiker Heraklit aphoristisch so formuliert:

„In dieselben Flüsse steigen wir hinab und nicht hinab, wir sind es und sind es nicht, denn in denselben Strom vermag man nicht zweimal zu steigen.“

Das bedeutet, auf konkrete Lernprozesse bezogen, dass Themen zwar wiederkehren, aber sich in der Zwischenzeit dein Vorwissen verändert hat. Es sind die Bedingungen, unter denen du dich mit einem Thema befasst, andere geworden, so dass du irgendwann das Erlebnis haben wirst, ein Thema erst beim zweiten oder dritten Mal so richtig verstanden zu haben. Wahrscheinlich werden daran auch begriffliche Substitutionen einen Anteil haben, was wiederum auf etwas verweist, das der Sprachphilosoph Ludwig Wittgenstein so zur Sprache gebracht hat: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Wenn du also deinen Horizont erweitern oder neue Räume im Haus der Sprache dir eröffnen willst, dann rate ich dir, dich mit der Frage Was sind Begriffe? auseinander zu setzen.
Lernerfolgskontrolle
6. Selbstständiges Lernen
Abgesehen von Klausuren sind die oben von mir vorgestellten Instrumente zur Lernerfolgskontrolle solche, die du für selbstständiges Lernen gebrauchen kannst. Sobald du intrinsisch zum selbstständigen Lernen motiviert bist, wird dir die Bedeutsamkeit ihres Gebrauchs unmittelbar einleuchten. Wer selbstständig lernt, tut dies, ohne dass es von außen her kontrolliert wird. Es kommt nicht selten vor, dass Menschen mit dem Lernen aufhören, sobald sie keine Prüfungen mehr in der Schule, im Studium oder in der Berufsausbildung zu bestehen haben. Das verweist darauf, dass ihr Lernen, wenn überhaupt, rein extrinsisch motiviert gewesen sein dürfte. Hingegen zeugt selbstständiges Lernen auch von der innerlich wirksamen intrinsischen Motivation, welche ein Gefühl der Lust mit dem Lernen verbindet. Dieses Gefühl erleben Lerner beispielsweise dann, wenn sie ein komplexes Thema, das sie weder unterfordert noch überfordert, sich verstehend und bedeutungsvoll erschließen und durch den Einsatz von Methoden zur Lernerfolgskontrolle ein bewusstes Feedback über ihren Lernfortschritt erhalten. Indem sie reflektieren, dass sie zunehmend in der Lage sind, auch schwierige Themen zu durchdringen, machen sie sich ihre Erfolge und Fähigkeiten bewusst. Das wiederum stärkt ihr allgemeines Selbstbewusstsein. Obgleich nicht gesagt werden kann, dass selbstbewusste Menschen erfolgreiche Lerner sind, so ist die Verbindung zwischen erfolgreichem Lernen und einem selbstbewussten Gefühl wohl eher gegeben, auch wenn so gebildetes Selbstbewusstsein nicht notwendigerweise nach außen hin gezeigt werden muss, sondern auch innerlich empfunden werden kann.

V. Kybernetische Verallgemeinerung und Unterrichtsentwurf
In einem allgemeineren Kontext kann das Modell, in welches ich das Konzept der im Artikel vorgestellten Lernerfolgskontrolle integriert habe, als kybernetisch bezeichnet werden. Das liegt an der Tatsache, dass es eine Art Lernlogarithmus modelliert.

Dieser Logarithmus des Lernens stellt den Ablauf unterschiedlicher Schritte auf dem Weg, Informationen mental zu repräsentieren und im Gedächtnis zu festigen, dar. Ein wortwörtlich über das weitere Vorgehen entscheidender Punkt ist die Evaluation der Ergebnisse, welche aus Lernerfolgskontrollen, die auf Grundlage der oben beschriebenen Merkmale erarbeitet worden sind, resultieren.
Je nachdem, wie die Ergebnisse ausfallen, kommt es zur binären Entscheidung, ob Lernstoff wiederholt werden muss oder ob neuer Lernstoff erlernt werden soll.
Lernerfolgskontrolle
Bezogen auf die konkrete Unterrichtspraxis, wie sie durch den Klassenverband in der Schule gegeben ist, bedeutet das Folgendes:

  • Allgemeine Unterrichtsziele: Sie bilden die Grobstruktur des Unterrichtsverlaufs, wie sie in den Curricula formuliert worden sind. Im Verlauf der Zeit folgt ein thematischer Block auf einen anderen, was dazu führt, dass im Modell der Weg zu neuem Lernstoff eingeschlagen werden muss.
  • Individuelle Unterrichtsziele: Es ist aber eine Erfahrungstatsache, dass nicht alle Schüler auf dem gleichen Wissensstand sind. Es gibt immer individuelle Unterschiede und je eigene Lernstände. Das zu berücksichtigen ist wichtig, wenn Lehrende erkennen, dass Schüler X bestimmten Lernstoff eigentlich nochmals wiederholen müsste, bevor neuer Lernstoff hinzukommt.
  • Verbindung beider Unterrichtsziele: Wenn man beides miteinander verbindet, dann kommt man zu einer Unterrichtsweise, die im Großen sich an den Curricula hält und zugleich auf die einzelnen Schüler individuell eingeht. Dafür müssen Lehrende durch Methoden der Lernerfolgskontrolle herausfinden, auf welchen Stand sich jeder einzelne Schüler zur Zeit t1 befindet. Im weiteren zeitlichen Verlauf des Unterrichts gilt es dann, auf Grundlage der allgemeinen Unterrichtsziele den Schülern je solche Aufgaben zuzuweisen, welche dazu geeignet sind, die zu t1 festgestellten Defizite lernend nachzuholen. Durch anschließende Kontrollen des Lernerfolgs zu t2 kann dann die relative Veränderung individueller Lernleistungen komparatistisch erfasst und zur Grundlage für weitere Zyklen werden.
    Hinter diesem Konzept zum Unterricht steht die Idee, dass Menschen zugleich in einer individuellen Erlebniswelt ihrer Wahrnehmungen und Erfahrungen und sozialökologischen Umwelten leben.

VI. Vernetzung mit der Grundbedeutung des Wortes Pädagogik
Lernen hat also etwas mit innerer Bildung und äußerer Ausbildung zu tun. Diese beiden Komponenten sind im altgriechischen Begriff der „peideia“, woher unser Begriff der Pädagogik etymologisch herstammt, enthalten.

In seiner Auslegung kommt man mit dem Vorwissen aus diesem Artikel dahin, das von mir entwickelte Lernmodell im Unterricht anzuwenden. Während die Praxis momentan häufig so aussieht, dass allgemeine Unterrichtsziele überwiegen, sollte den individuellen Unterrichtszielen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
In genau diesem Moment wird Lernen persönlich, genau dann wird es bedeutsam und mit Gefühlen der Zuwendung oder individuellen Wertschätzung durch ehrlich gemeinte Förderung assoziiert, was insgesamt die fruchtbare Grundlage für selbstständiges Lernen und lebenslanges Lernen bildet, wie es die Europäische Union für besonders wichtig erachtet.
Lernerfolgskontrolle
Gesetzt, dass Lehrende sich verantwortlich für die Entwicklung der Lernkompetenz ihrer SchülerInnen fühlen, können die Konzepte, wie ich sie in diesem Artikel vorgestellt habe, im Unterricht angewendet werden und dazu beitragen, den Herausforderungen des Lernens in einer globalisierten Welt proaktiv zu begegnen.

VII. Neurobiologische Grundlagen der Lernerfolgskontrolle
Den Lernerfolgskontrollen kommen, wie wir bisher herausgefunden haben, eine entscheidende Funktion innerhalb des Lernmodells (siehe oben) zu. Ihre Ergebnisse entscheiden nämlich darüber, welche Operation als nächstes ausgeführt werden soll.

Neurobiologische Untersuchungen haben im menschlichen Gehirn Strukturen ausfindig machen können, die mit den so genannten Exekutivfunktionen des Bewusstseins in Zusammenhang gebracht werden können.
Dabei haben bildgebende Verfahren gezeigt, dass es vor allem im Präfrontalen Cortex zu erhöhter neuronaler Aktivität bei bewussten und kognitiv anspruchsvollen Prozessen kommt, zu denen auch bedeutungsvolles Lernen gehört.
Lernerfolgskontrolle
Über den Präfrontalen Cortex ziehen Nervenbahnen zu einer phylogenetisch älteren Struktur namens Gyrus cinguli anterior, der eine wichtige Funktion im so genannten Fehlererkennungs- und Kompensationsregelkreises einnimmt (vgl. Gwiggner 2004, 15):

Dem Gyrus cinguli anterior kommt eine bedeutende Rolle sowohl bei der Ausübung der Kontrollfunktion über das gesamte neuronale Netzwerk als auch bei der Informationsverarbeitung innerhalb der einzelnen Aufmerksamkeitsstrukturen zu und kann als Teil eines Fehlererkennungs- und Kompensationsregelkreises verstanden werden. Er erkennt Konflikte zwischen inkompatiblen Antworttendenzen und ist Bestandteil eines „Fehlervermeidungs- Netzwerkes.

Psychologische Tests legen nahe, dass sich diese Kontrollfunktionen erst entwickeln müssen. Diese Erkenntnis gründet auf der Tatsache, dass das kindliche oder sich entwickelnde Gehirn Jugendlicher qualitativ anders funktioniert als das von Erwachsenen. Bezogen auf das Thema dieses Artikels bedeutet es, dass das Trainieren und Einüben von Lernerfolgskontroll-Funktionen besonders im sich entwickelnden Gehirn Heranwachsender wichtig ist.
Lernerfolgskontrolle
VIII. Ableitung einer pädagogischen Schlussfolgerung
Daraus lässt sich eine pädagogische Schlussfolgerung ableiten, nämlich verstärkt im Unterricht auf die unterschiedlichen Methoden, eigenes Lernen zu kontrollieren, nicht nur hinzuweisen, sondern aktiv an der Entwicklung daran beteiligter Vernetzungen im Gehirn mitzuwirken.
Das könnte in der Praxis etwa dadurch umgesetzt werden, dass SchülerInnen ihre Produkte (etwaTexte oder gezeigtes Verhalten) selbst korrigieren, nachdem ein Lehrer die Fehlerquellen analysiert und anschließend den Schülern solche Lernmaterialien zur Verfügung gestellt hat, welche das Auffinden der entsprechenden Fehler in eigenen Lernprodukten ermöglichen.
Das alles könnte im Rahmen eines Projektunterrichts verwirklicht werden, der solche Methoden zur Lernkontrolle thematisiert. Dabei sind geschlechtsspezifische Unterschiede zu beachten (vgl. Gwiggner 2004, 28ff.).

IX. Intelligenzquotient und Lernerfolgskontrolle
Lernerfolgskontrolle
Des Weiteren wird in der Forschung diskutiert, ob und inwieweit die Qualität exekutiver Funktionen mit dem Intelligenzquotienten in signifikanter Korrelation steht. Die Ergebnisse fallen, je nach Studie, unterschiedlich aus. Während Kunert et al. (1996) signifikante bis hochsignifikante Korrelationen anführt, legen andere Studien, etwa von Clark et al. (2000), keinen solchen Zusammenhang dar (vgl. Gwiggner 2004, 30ff.).

Bei der Rezension solcher Ergebnisse ist immer auch die eigene Perspektive auf die Ergebnisse wichtig. Es gilt, sie kritisch zu hinterfragen und eigene Erfahrungen einzubringen, um auf dieser Grundlage selbstständig Hypothesen zu bilden.

X. Hypothese zur Korrelation
Ich gehe davon aus, dass die so genannten exekutiven Funktionen kognitiv derartig hochstehend sind, dass ein Zusammenhang zwischen ihrer Qualität und der Fähigkeit zu abstraktem Denken besteht, welches wiederum ein Merkmal der so genannten fluiden Intelligenz (nach Cattell 1971) ist. Sie ist vor allem durch logisches, induktives und deduktives Denken gekennzeichnet und besonders auch an Problemlösungsprozessen beteiligt.

Sobald man hingeht und die Fehleranfälligkeit des eigenen Lernens als Problem definiert, kann in der Entwicklung und Anwendung von Methoden zur Lernerfolgskontrolle ein Versuch der Problemlösung erkannt werden.
Damit einher geht die Ausbildung einer Metabewusstseinsebene, auf der über die Art und Weise des eigenen Lernens reflektiert werden kann. Sie kann als das Ergebnis induktiver Lernprozesse bezeichnet werden, welche wiederum umso zielführender aus dem Konkreten das Allgemeine extrahieren, je besser vernetzt die exekutiven Funktionen des Präfrontalen Cortex mit solchen Strukturen wie dem Gyrus cinguli anterior ist, welche Kontrollregelkreise bilden und das Monitoring übernehmen.

Gesetzt, dass Intelligenzquotient mit einer qualitativen Art der Vernetzung bestimmter Gehirnbereiche korreliert sein sollte, dann kommen sicherlich die zuvor genannten Strukturen in die engere Auswahl, eben weil ihnen beim bewussten Lernen und der Lernerfolgskontrolle so zentrale Funktionen zukommen.

XI. Kritische Beurteilung der Hypothese
Obwohl ich diese meine Hypothesen zum Zusammenhang zwischen Exekutiv- und Kontrollfunktionen des Gehirns mit dem Intelligenzquotienten (bisher) nicht empirisch überprüfen konnte – was sicherlich neurobiologisch wie auch lernpsychologisch erhellend wäre – so nutze ich sie bereits in der Art wie ich meinen Nachhilfeunterricht gestalte.

Wie auf Grundlage der oben benannten psychologischen Studien zu erwarten ist, zeigte sich auch mir bisher vielfach, dass ein signifikanter Unterschied in der Anwendungsgeschwindigkeit der exekutiven Funktionen auf einen bestimmten Lernstoff auftritt, je nachdem, welches Alter meine Schüler hatten. Das deutet wiederum darauf hin, dass solch kognitiv hochstehende Funktionen wie auch deren bewusste Kontrolle erst mit der Zeit erlernt werden müssen.
Damit zu vereinbaren wiederum ist die neurobiologische Erkenntnis, dass sich besonders der Präfrontale Cortex bis zum Alter von etwa 20 Jahren erst vollständig ausbildet.
Lernerfolgskontrolle
Schüler, die zumeist zwischen 6 und 19 Jahren alt sind, befinden sich also während ihrer Schulzeit genau in der sensiblen Phase, in der die höheren Bewusstseinsfunktionen auf neuronaler Basis ausgebildet werden.
Der berühmt-berüchtigte Spruch, dass Hans im Alter nicht mehr lerne, was Hänschen nicht früh gelernt habe, könnte insoweit stimmen, als dass in der Jugendzeit die Feinvernetzung eben solcher für das Lernen an sich grundlegender Strukturen geschieht. Er zielt also weniger auf das thematische Aneignen neuen Wissens ab, sondern macht dann Sinn, wenn damit die allgemeine Fähigkeit, das Lernen zu lernen, gemeint ist.

Wer das Lernen lernen will, sollte damit nicht erst bis ins Erwachsenenalter warten, sondern Schule als Möglichkeit auffassen, in vielfältiger Weise mit Lernprozessen in Kontakt zu kommen, aus denen allesamt die Fähigkeit zum allgemeinen Lernen erwachsen kann.

Quellen:

  • Gwiggner (2004): http://edoc.ub.uni-muenchen.de/2958/1/Gwiggner_Nadja.pdf
  • Cattell, R. B. (1971): Abilities: Their structure, growth, and action. New York: Houghton Mifflin.
Jan-Benedikt Kersting

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2 thoughts on “Lernerfolgskontrolle: so gehts!

  1. Michael sagt:

    Hallo Jan, sag mal was bzw. wer ist eigentlich deine Zielgruppe für diesen Artikel? Grüße

    1. Hey Michael,

      mit diesem Artikel spreche ich primär die Zielgruppen
      – Lehrer
      – Schüler
      an.
      Warum fragst du?

      Grüße vom Bidungsadler!
      Jan-Benedikt Kersting

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