Handy und Schule

Social-Media-Netzwerke sind nicht mehr wegzudenken aus unserem Alltag. Doch passen Handy und Schule zusammen? Fast jeder hat bei Facebook oder Google+ einen Account, und auch Twitter, Pinterest, Stumbleupon oder Tumblr erfreuen sich großer Beliebtheit vor allen bei Jugendlichen. Die unterschiedlichen Plattformen bieten die Möglichkeit, anderen Menschen auf schnellem Wege etwas mitzuteilen. Das können wichtige Termine in Beruf, Schule und Freizeit genauso sein wie ein paar Nachrichten zur aktuellen Stimmungslage. Mit dem Handy ist man zudem ständig bereit für Mitteilungen sämtlicher Arten in den sozialen Netzwerken.
Handy und Schule
Das ist soweit okay. Jeder kann selbst entscheiden, wie intensiv er die sozialen Netzwerke nutzen will. Das gilt ebenso für das Thema Handy und Schule. Eine Frage jedoch, die diskutiert werden muss, ist, ob auch die Schule einen Raum für soziale Netzwerke bieten sollte. Dabei geht es nicht nur darum, den Unterricht frei von Störungen zu halten – was selbstverständlich sein sollte. Sondern die Frage betrifft mehr die Zeit zwischen den Unterrichtsstunden, also die Pausenzeiten.

Handy und Schule: Geht das?
Soll die Handynutzung während der Pausen erlaubt oder untersagt sein? Dies ist eine schwer zu erörternde Frage, weil es für beide Seiten gute Argumente gibt, die entweder dafür oder dagegen sprechen. Es ist nicht damit getan, ein Generalverbot für Handys an Schulen auszusprechen. Wie gesagt, das Handy gehört mittlerweile zum Leben vieler Schüler einfach dazu. Ebenso abträglich wäre es, völlige Handyfreiheit immer und überall einzuräumen. Denn das würde bedeuten, unkritisch mit den neuen Medien umzugehen. Schule hat aber einen Bildungsauftrag, und zu dem gehört auch, den Schülern eine gewisse Medienkompetenz mit auf den Weg zu geben und ihr Gespür zu schärfen, was in welcher Situation angemessen ist.
Handy
Je nachdem, wie der Einzelne Schule auffasst, können unterschiedliche Meinungen oder Betrachtungsweisen von Schule vorliegen. Während Schule für die Einen ein relativ freier Entfaltungsraum ist, betrachten Andere ihre Schulzeit bereits als Vorbereitung auf das Berufsleben. Daraus resultieren je unterschiedliche Auffassungen, was denn den Umgangsregeln eher entspricht. In bestimmten Berufen ist es ein No Go, das Handy während der Arbeitszeit, respektive des Unterrichts, auch nur anzuschalten. Wer allerdings meint, Unterricht sei absoluter Freiraum, in dem getan und gelassen werden könne, was wolle, der wird vermutlich ein entsprechend lockeres Verhalten an den Tag legen.
Handy und Schule
In vielen, aber nicht allen, Schulen ist geregelt, dass Handys im Unterricht tabu sind. Das finde ich gut so. Auch ich bitte meine Nachhilfeschüler, während unserer Stunden das Handy auszuschalten. Der Unterricht soll in einer so ablenkungsfreien Atmosphäre wie möglich stattfinden, weil so konzentrierter gearbeitet werden und das Gehirn besser lernen kann. Es wäre der Konzentration und dem Lernerfolg abträglich, wären Unterbrechungen durch Benachrichtigungen über nicht selten triviale Ereignisse an der Tagesordnung. Das versteht eigentlich jeder.
Handy und Schule
Genauso verstehe ich, dass ein Bedürfnis danach besteht, in den Pausen das Handy herauszuholen und es zu benutzen. Ich selbst vermeide es, weil ich lieber mit Menschen sprechen möchte, die mit mir im selben Raum sind oder am selben Tisch sitzen. Schrecklich, wirklich schrecklich, fand ich eine Szene, in der sechs junge Menschen in der Pause an einem Tisch saßen und jeder für sich auf seinem Smartphone rumgetippt hat – und das an mehreren Tagen hintereinander. Der Scherz, dass sie sich gerade simsen, war da natürlich nicht fern. Und weil im Witz immer auch ein Fünkchen Wahrheit mitschwingt, solltest auch du dir überlegen, wie oft pro Stunde du auf dein Handy gucken musst – ganz gleich, ob Handybenutzung in den Pausen genehmigt ist oder nicht.

Jan-Benedikt Kersting

Jan-Benedikt Kersting

Freiberuflicher Bildungscoach bei Creactivity-Solutions
Freiberufliche Tätigkeiten erfordern ein Höchstmaß an Flexibilität und Kreativität. Kombiniert mit fachlicher Kompetenz und Organisationsfähigkeit kann ich auch ihr Projekt ins Internet bringen. Oder sind Sie an Sprachkursen in Englisch und Deutsch interessiert? Dann kontaktieren Sie mich bitte über die Emailadresse: kontakt@bildungsadler.de
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