Idiome des Englischen gebrauchen

Idiome zu gebrauchen ist sprachstilistisches Gold wert. Wer Idiome im Englischen benutzt, der zeigt, dass er das Zeug zu einem sehr guten Sprecher der englischen Sprache besitzt. Sie sind nämlich solche Ausdrücke, die besonders sicher und treffend von englischen Muttersprachlern gebraucht werden können. Sie kennzeichnet, dass sie übertragende Bedeutungen haben, so dass sie meist nicht wörtlich übersetzt werden. Versuche doch ab sofort, Idiome in deinen Wortschatz zu integrieren und sie auch in deinen Texten und Wortmeldungen zu verwenden. Es wird sich deutlich auf deinen Sprachstil auswirken, was wiederum zu besseren Noten führt. Ganz nebenbei bekommst du ein Gefühl für die Feinheiten der englischen Sprache.

Idiome des Englischen

Idiome des Englischen: Flying Colours

Was sind Idiome?
Idiome unterscheiden sich von Sprichwörtern und beinhalten figurative Expressionen und häufig phrasale Verben. Oft waren sie einst Metaphern, die in das Lexikon der Alltagssprache übergegangen und heutzutage nicht mehr als Metaphern aufgefasst werden. Sie sind Redewendungen, die in die Alltagssprache Einzug gefunden haben und bestimmte Konnotationen mit transportieren.

Nachfolgend einige Beispiele für Idiome im Englischen:

„John, you scored a bull’s-eye!“ (das große Los ziehen)

„By working smartly and intensively, almost everybody can make his or hers mark.“ (sich einen Namen machen)

Genaueres Augenmerk legen wir einmal auf dieses der Idiome des Englischen:

„Also you can make headway!“ (Fortschritte machen, vorwärts kommen).

Das letztgenannte Idiom stammt aus der Schifffahrtssprache. Es bezeichnet das Vorwärtskommen des Schiffsbugs, der im Englischen ebenfalls „head“ genannt wird. Daran lässt sich recht gut verdeutlichen, dass Idiome häufig der Tradition eines Landes oder dessen Kultur entstammen.

Großbritannien ist eine der größten und bedeutendsten Schifffahrtnationen der Welt gewesen. Über Jahrhunderte lang sind englische Männer zur See gefahren, um Seewege für den Handel zu erschließen. Ihr Weg führte sie beinah überall hin auf der Welt, so etwa nach Indien oder Australien. Das so genannte „Commonwealth“, das mit der Zeit entstanden ist, bezeichnet das Gemeinwohl, welches angeblich durch die Kolonialzeit allen Menschen zugute gekommen sei. Die Verbindung zwischen Fortschritt und der Forwärtsbewegung eines Schiffes versinnbildlicht also diese eng zu denkende Verbindung aus jenen Zeiten. Sich diese Erkenntnis genau zu merken, wird dir helfen zu verstehen, auf welche Weise Idiome in der englischen Sprache gebildet worden sind und auch heute noch in den Sprachen gebildet werden.

Einen weiteren Beleg für die traditionell oft gebrauchte See- und Schifffahrtmetaphorik liefert das folgende Idiom:

„(to) pass an exam with flying colours“ (eine Prüfung glänzend bestehen)

Auch hier verweisen die fliegenden Farben auf die Flagge eines Kriegsschiffes. Es gibt eine besondere Art Fahnen, die „Colours“ genannt und zu feierlichen Anlässen gehisst werden.

Wer seine Prüfung mit Bravour besteht, etwa weil er sicher im Gebrauch englischer Idiome gewesen ist, der hat allen Grund, die farbigen Flaggen des Erfolges im sonnigen Himmel flattern zu lassen. Anders verhält es sich, wenn man durch die Prüfung gefallen ist; dann spricht der englische Sprachversierte von „(to) flunk an exam“ – aber das wirst du höchstens in Bezug auf lernfaule Mitschüler sagen – wenn überhaupt, oder?

Jan-Benedikt Kersting

Jan-Benedikt Kersting

Freiberuflicher Bildungscoach bei Creactivity-Solutions
Freiberufliche Tätigkeiten erfordern ein Höchstmaß an Flexibilität und Kreativität. Kombiniert mit fachlicher Kompetenz und Organisationsfähigkeit kann ich auch ihr Projekt ins Internet bringen. Oder sind Sie an Sprachkursen in Englisch und Deutsch interessiert? Dann kontaktieren Sie mich bitte über die Emailadresse: kontakt@bildungsadler.de
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